Über mich

Mein Anliegen ist es, möglichst vielen Pferdebesitzern zu helfen die Probleme mit ihrem Pferd besser zu verstehen und zu lösen. Ich möchte gerne dazu beitragen dass es es eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Pferd und Mensch gibt.

Ich bin überzeugt davon, nicht den Pferden etwas flüstern, sondern ihnen wirklich zuhören und ihr Verhalten verstehen zu wollen ist der nächste Schritt auf dem Weg zu einem harmonischen und erfolgreichen Miteinander von Pferd und Mensch.

Bodenarbeit am Knotenhalfter
Noriker, meine Herzenspferde…

Meine Geschichte mit den Pferden von Anfang an…

Mit 12 Jahren begann es damals bei mir ganz klassisch: in einer Reitschule im Mühlviertel, in der jede Stunde mindestens zwei Pferde durchgegangen sind, drei Mädchen geheult haben und zumindest eine vom Pferd gesegelt ist. Es gab eine Stute, von der fast jeder irgendwann einen Zahnabdruck hatte – mich eingeschlossen – und das galt als völlig normal.

Dort hat es mich aber nicht lange gehalten. Sobald ich den Reiterpass hatte, war ich weg von dort und habe bald bei einem Landwirt Pflegepferde gefunden.

Er handelte nebenbei mit den Pferden, dadurch konnte ich im Verlauf der nächsten Jahre unzählige verschiedene Rassen und Pferdecharaktere kennenlernen. Aber ich habe auch gesehen, was passiert, wenn zwischen Mensch und Pferd etwas schiefgeht. Der Landwirt nahm gerne Pferde, die körperlich gesund waren und ein stabiles Exterieur hatten, aber günstig verkauft wurden, weil sie mit dem Menschen einfach nicht mehr kooperierten. Es waren die, die auf der Strecke geblieben waren, bei denen der übliche Umgang mit Pferden nicht funktionierte, und die dann auf mehr Druck mit Gegenwehr reagierten. Bei dem Landwirt bekamen sie einen Neustart in einem natürlichen Herdenverband und konnten erstmal einfach nur Pferd sein.

Ich habe in dieser Zeit wahnsinnig viel von diesen Pferden gelernt, die oft in ihrer Vergangenheit schon das Vertrauen zum Menschen verloren hatten.

Sehr spannend war in dieser Zeit auch für mich, dass ich dem Landwirt dabei geholfen habe die Noriker fürs Holzrücken auszubilden. Er hat sie damals tatsächlich noch im Wald eingesetzt um an Steilhängen und unwegsamen Gelände die Stämme zum Weg zu ziehen. Gerade bei den Norikern hat sich für mich ganz klar gezeigt wie weit die Missverständnisse zwischen Mensch und Pferd gehen können, sich die Probleme immer mehr aufschaukeln, aber umgekehrt wie schnell diese sanften Riesen sich auch wieder auf den Menschen einlassen wenn der einmal den richtigen Zugang zu dem individuellen Pferd sucht.

Von der Westerntrainerin Michaela Praher habe ich dann die Grundlagen des pferd-orientierten Natural Horsemanship und des Westernreitens gelernt. Damit hatte ich einen Weg kennengelernt Pferde mit Einfühlungsvermögen und Rücksicht auf ihre natürlichen Bedürfnisse und arteigene Kommunikation zu trainieren.

Ich konnte meine verschiedenen Pflegepferde jetzt gezielter trainieren, und auch besser mit Problemverhalten wie buckeln, steigen und durchgehen umgehen.

Für das Tiermedizinstudium bin ich dann nach Wien gezogen. Am Ende des Studiums habe ich mich auf die Zoo- und Wildtiermedizin bzw. Exotenmedizin spezialisiert, mit dem Schwerpunkt der Verhaltensforschung, zu der ich auch meine Doktorarbeit geschrieben habe. Schon damals mit den Pferden konnte ich stundenlang ihr Verhalten beobachten, und wollte immer gerne herausfinden was der Hintergrund für das vermeintliche “Problemverhalten” sein konnte. Jetzt hatte ich wieder neue Werkzeuge in die Hand bekommen für die Arbeit mit den Pferden, einerseits der tiermedizinische Hintergrund, andererseits die wissenschaftlichen Methoden und die aktuellen Erkenntnisse der Verhaltensbiologie.

Als ich dann von der ganzheitlichen Pferdeakademie von Sandra Schneider gehört habe beschloss ich meine Leidenschaft für die Pferde zum Beruf zu machen. Das war für mich die Möglichkeit meine Intuition und das Gefühl für das Verhalten der Pferde, dass ich in meiner pferdenärrischen Jugend gesammelt hatte, zu ergänzen mit der detaillierten Ausbildung an der Akademie.

Spaziergang als Führtraining
Einfach mal spazieren gehen…

Ein paar Eckdaten meines Lebenslaufs:

Neben meiner Tätigkeit mit den Pferden arbeite ich zusätzlich mit dem Schwerpunkt Physiotherapie für Hunde im Bereich der Kleintiermedizin.

März 2019 – März 2020 Erfolgreiche Absolvierung der Akademie für ganzheitliches Pferdetraining von Sandra Schneider, in Geldern, Deutschland. Zertifizierung als ganzheitliche Pferdetrainerin. http://www.traumberuf-pferdetrainer.de

2010 – 2018 Verfassen meiner Doktorarbeit auf dem Gebiet der Arterhaltung, mit Fokus auf das Verhalten und der Auswirkung von Stress bei der Haltung von Wildtieren im Zoo, und den Einfluss auf deren Wiederauswilderung, in Estland, Tallinn.

Publikationen für meine Doktorarbeit:

The individual courtship behaviour of male European mink (Mustela lutreola) is a good indicator for their breeding success. Kneidinger, N., Nagl, A., Kiik, K., Schwarzenberger, F., & Maran, T. (2018). Applied Animal Behaviour Science, 205, 98-106.

Noninvasive monitoring of female reproductive hormone metabolites in the endangered European mink (Mustela lutreola). Nagl, A., Kneidinger, N., Kiik, K., Lindeberg, H., Maran, T., & Schwarzenberger, F. (2015). Theriogenology, 84(9), 1472-1481.

Social behaviour of endangered European mink (Mustela lutreola) litters in captivity. Kiik, K., Maran, T., Kneidinger, N., & Tammaru, T. (2016). Applied Animal Behaviour Science, 182, 61-71.

2003 – 2010 Studium der Veterinärmedizin, Spezialisierung auf dem Gebiet der Zoo- und Wildtiermedizin, in Wien, Österreich.

Aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich in Oberösterreich, im Mühlviertel. Die ersten Kindheitsjahre habe ich jedoch in Kanada gelebt und bin deswegen zweisprachig aufgewachsen mit Englisch als zweiter Muttersprache.